PARK(ing) Day / Gespräch mit Anwohnern zum Thema „autofreie Innenstadt“ 18.09.2020

Wer will die „autofreie Innenstadt“ und was ist das überhaupt? Nach dem Gespräch mit der Bürgervereinigung Stadtmitte im Frühjahr, diversen in der Presse veröffentlichten Leserbriefen und einem ersten Anwohnergespräch am Gerichtsparkplatz im Sommer wollten wir es genauer wissen: Was halten die Menschen, die in der Innenstadt und insbesondere rund um den Gerichtsparkplatz wohnen, von einer „autofreien Innenstadt“?


Wir haben vorab die Anwohner und Anwohnerinnen per Brief informiert und der Presse mitgeteilt, dass wir vor Ort im Rahmen des PARK(ing) Days ins Gespräch gehen möchten. Der PARK(ing) Day https://de.wikipedia.org/wiki/Parking_Day ist eine weltweite Aktion, an dem öffentliche Parkplätze zurückerobert und kurzfristig als Begegnungsfläche umgewidmet werden. Er fand am 18.09. von 16 bis 18 Uhr zum ersten Mal auch in Offenburg statt.


Und das waren zwei spannende Stunden… Rund 20 Anwohnerinnen und Anwohner waren da, um uns ihr Leid zu klagen: Lärmbelästigung durch ständigen Parksuchverkehr, lästiges Fremdparken auf Anwohnerparkplätzen und Poser, die mit heulenden Motoren nachts ihre Runden drehen. Autolärm sei schlimmer als das Krähengeschrei, auch die mangelnde Rücksichtnahme auf die jeweils schwächeren Verkehrsteilnehmenden war Thema. Als Verbesserungsmöglichkeiten wurden mehr Kontrollen und Ahndung von Verstößen, Verringerung des Parkplatzangebots, mehr Grün, Brunnen und Sitzflächen genannt. Auch die Einführung von Schrittgeschwindigkeit, Fahrradstraßen und die Sperrung der Ritter- und Gerberstraße für Durchgangsverkehr seien denkbar.


Unsere Pressemitteilung dazu gab es im Offenburger Tageblatt: https://www.bo.de/lokales/offenburg/darum-war-der-gerichtsparkplatz-am-freitag-teilweise-gesperrt